Was ist mit Evakuationen gemeint?

Schwierige und komplizierte Fälle können nicht in Afrika operiert werden. Daher werden solche Patienten für Operationen nach Genf gebracht ("evakuiert"), wo die weltbesten Chirurginnen und Chirurgen ein Gesicht aus Hüftknochen, Rücken-Muskeln und -Haut erstellen.

Die Patienten kostet das nichts: Papiere, Reisekosten, OPs, Pflege, Aufenthalt (bis zu 18 Monaten) und Aktivitäten in der Schweiz werden von Unispital Genf HUG, Sentinelles, Terre des Hommes Valais, Aviation sans Frontieres und NOMA-HILFE-SCHWEIZ organisiert und übernommen. Nach Rückkehr ins Heimatland kümmern sich die obgenannten sowie lokale NGOs weiterhin um die Patienten (Nachbetreuung, Therapien, Ausbildung, Stipendium, etc.).

Solche Evakuationen sind nur möglich dank Kooperation verschiedener Organisationen der Internationalen NoNoma-Föderation (auch genannt die "NoNoma-Familie"). Besonders der aktuelle Fall unten beschrieben zeigt, wie schnell und professionell geholfen werden kann, wenn Noma-Notfälle gemeldet werden. Leider gibt es noch viele weitere Menschen, die an den Folgen von Noma leiden und auf Hilfe warten, so dass alle NoNoma-Organisationen gefordert bleiben.

Beschreibung auf französisch von Sentinelles über Evacuations (aus dem Sentinelles-Jahresbericht 2016) .

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Freudiges Wiedersehen im Wallis

Ita trifft Francois im Wallis bei Terre des Hommes-Valais (September 2017)

 

Unten: Francois trifft zum ersten Mal Ita: nicht lange her, "nur" 5'000 km entfernt, aber in einer ganz anderen Welt.

Bleiben Sie am Ball, helfen Sie mit und seien Sie Teil dieser Geschichte mit wunderbarem Ausgang. Unterstützen Sie unsere Projekte und erzählen Sie allen, die Sie kennen, von der unbekannten, unnötigen (Armuts- und Kinder-) Krankheit Noma. Vielen Dank.

Erlenbach, 11. Oktober 2017

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Ita ist da!

Vom Dschungel ins Flugzeug in den High-Tech-OP-Saal.
Nein, so dramatisch hat es sich nicht abgespielt. Aber für einen Waisenjungen aus der Zentralafr. Republik, der nichts besitzt, weder lesen noch schreiben kann und seine Region noch nie verlassen hat, fühlt es sich so an.

Wir haben Ita keine leeren Versprechen gemacht als wir ihm im April sagten, wir könnten ihm helfen und freuen uns jetzt mit ihm, so eindrücklich die Leistungsfähigkeit "unserer NoNoma-Familie" (= Mitglieder der Intern. NoNoma Föderation) zeigen zu dürfen:
Ita traf am 29.08.17 in Genf ein, wird betreut von Sentinelles und von Terre des Hommes Valais, in deren Maison in Massongex er jetzt lebt.

Die Behandlung beginnt Mitte September mit MRIs/CTs. Die ersten OP-Daten sind reserviert. Zwischen einzelnen OPs muss die Heilungsphase abgewartet werden, darum wird Ita viele Monate hier bleiben und wahrscheinlich zwei Winter mit uns in der Schweiz mitfrieren (Winter, Kälte, Eis und Schnee werden eine ganz neue Erfahrung für ihn). In dieser Zeit lernt er Lesen, Schreiben, Französisch und vieles mehr. Was danach kommt, können wir und unsere Spender mit-beeinflussen... Sicher ist, dass Ita die gesamte NoNoma Föderation noch lange zur Seite stehen wird, wenn er es wünscht.

Bleiben Sie am Ball, verfolgen Sie hier die Geschichte dieses Jungen, der dank der "NoNoma-Familie" im Universitätsspital Genf in den nächsten Monaten nicht nur ein eigenes Gesicht, sondern die Aussicht auf ein besseres Leben erhalten wird. Seien Sie doch auch Teil dieser schönen Geschichte, unterstützen Sie unsere Anliegen und erzählen Sie es allen, die Sie kennen. Vielen Dank.
Erlenbach, 07. September 2017

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Notruf aus dem Niemandsland
Vorgeschichte ab 2017

Im April 2017 erreichte uns ein Notruf aus dem Niemandsland der Grenzregion Zentralafrikanische Republik und Kamerun, wo der Pygmäen-Waisenjunge namens Ita am Waldrand "entdeckt" wurde. Bei uns kann sich niemand vorstellen, wie schwer sein Leben als Kind war: Eltern verloren, von Noma getroffen, vom Dorf verstossen. Daher blieb nur eine Lösung: Wiederherstellende Operationen bei Spezialisten in der Schweiz.

Der "Entdecker" Francois Yoboh (siehe Foto mit Ita weiter unten) sowie kleine NGOs wie "Konexyon", "Urgence Plus Monde" und "Weccare Foundation" kümmerten sich seit Januar um Ita und besorgten im Juni in unserem Auftrag Reisepapiere, damit eine Evakuation nach Genf für Operationen möglich wird. Denn NOMA-HILFE-SCHWEIZ hat aufgrund des Notrufs im April eine Zusammenarbeit mehrerer auf solche Fälle spezialisierter NoNoma-Mitglieder in die Wege geleitet. (Aviation sans Frontieres, AEMV, Hopital Universitaire Geneve (HUG), Terre des Hommes Valais, Sentinelles).
Alle genannten NGOs arbeiten gratis für Ita! Sentinelles koordiniert das Projekt in der Schweiz und unser Verein übernimmt die alle restliche Kosten in CH und Afrika.

Sehen Sie hier den Videobeitrag aus Kamerun über die Vorgeschichte.
Helfen Sie mit beim Verbessern von Itas Leben und Schicksal und besuchen Sie öfters unsere Homepage für Neuigkeiten, wir halten Sie auf dem Laufenden.