Claude Junker und Fidel Strub bei Ita

Dezember 2017

Adventsbesuch bei Ita

Francois Yoboh (Itas Entdecker und Vormund), Fidel Strub (langjähriges Mitglied, zukünftiger Vereinsvorstand) und Claude Junker (Geschäftsleiter) besuchten Ita am 5. Dezember im Spital HUG (Hôpitaux Universitaires de Genève).

Unser Besuch im Spital kam gerade zur rechten Zeit: in einer Phase wo Ita trotz Medikamenten an Post-OP-Schmerzen leidet und viele tägliche (längere und schmerzhafte) Folge-Behandlungen aushalten muss. Er begann, seine Fröhlichkeit und Zuversicht zu verlieren und sträubte sich am Vortag erstmals gegen die eine oder andere nötige Behandlung und Medikamenteneinnahme.

Fidels Strubs Aufmunterungen und vor allem Fidels eigenes Beispiel - die durchgestandenen Operationen und sein eigener Werdegang zu einem aktiven, wichtigen Mitglied der Gesellschaft - beeindruckten Ita sichtlich.

Dazu kam Itas unglaubliche, riesige Freude, seinen Freund (und nun auch sein Vormund) Francois Yoboh wieder zu sehen: überall strahlende Augen.

Auch bei Prof. Dr. Brigitte Pittet-Cuenod (Cheffe Chirurgie HUG; Präsidentin des Vereins AEMV), die sich dazugesellte: Vor ca. 20 Jahren hat sie nämlich (als Assistentin des berühmten Dr. Montandon) Fidel als kleines Kind mehrfach operiert. Da gab es viel zu erzählen. Was für ein fröhlicher Nachmittag im eher tristen Spitalzimmer.

Ausserdem informierte Frau Dr. Pittet detailliert über die von ihr an Ita durchgeführten gelungenen OPs und betonte die Wichtigkeit, Ita schnellstmöglich wieder zu motivieren. Wenn er motiviert, fröhlich und kooperativer ist, wirken die Nachbehandlungen besser.

Dank des seit der "Rettung aus dem Dschungel" aufgebauten Vertrauens mit Francois, konnte Francois Ita überzeugen, dass gerade die jetztige Phase die wichtigste ist und Ita durchhalten muss: danach wird es nur noch aufwärts gehen. Fidel bestätigte dies. Itas sprachliche Barrieren (er spricht nur den zentralafrikanischen Dialekt Songo) überwand Francois, indem er per Telefon und Skype spontan zwei von Itas wenigen Freunden und Helfern in Kamerun anrief, die Ita in seiner Sprache Songo alles genau erklärten. Das nennt man Einsatz! Ita lehrt in Massongex seit Ende August zwar Französisch sowie Lesen und Schreiben, doch so schnell geht das halt nicht, wie wir alle wissen... Ita ist aber auf bestem Weg: Im November 2016 wurde er wortwörtlich im Wald "entdeckt"; im November 2018 wird er französisch verstehen und hoffentlich schon gut sprechen, lesen und schreiben können.

Nächstes Jahr folgen weitere Operationen: ein paar kleinere und zwei grosse (Korrektur untere Zahnreihe, Erstellung von Unterlippe und Nase). Es warten alleine in Kamerun noch viele weitere Fälle auf direkte Hilfe, darunter auch die Patienten Mariam und Daniel, welche ebenfalls durch Frau Dr. Pittet und ihrem HUG-Team operiert werdem. (siehe weiter unten mehr Infos zu Mariam/Daniel 2018).

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