Behandlung von Noma, Komplikationen, Sterblichkeit

Die am meisten Erfolg versprechende Behandlung von Noma ist das Vermeiden dieser Erkrankung durch gute Mundhygiene, eine verbesserte Ernährungssituation der Kinder sowie eine erfolgreiche Behandlung bzw. Vermeidung anderer Krankheiten wie Malaria, Masern, Röteln, Typhus, etc.

Ist Noma einmal aufgetreten, muss das betroffene Kind sofort mit einem angepassten Not-Ernährungsprogramm und einer medikamentösen Antibiotika-Therapie gerettet und sein Immunsystem aufgebaut werden - danach wäre meist auch eine weiterführende Behandlung mit plastischen Operationen sowie Physiotherapie notwendig. Dies übersteigt jedoch die Möglichkeiten der Entwicklungsländer bei weitem.

Komplikationen ergeben sich durch den zerstörerischen Charakter der Erkrankung. Prinzipiell können alle Strukturen des Gesichtes betroffen sein: Mund, Zunge, Nase und Augen. Letztlich machen eine Kiefersperre oder fehlende Kiefermuskulatur ein Kauen und Schlucken gar nicht mehr möglich. In der Folge stirbt das Kind an Durst, Hunger, Erbrochenem oder an der Infektion selbst. Ohne Hilfe sind Komplikationen unvermeidlich - die Krankheit endet dann meist tödlich: die Sterblichkeitsrate ohne medizinische Betreuung liegt leider bei hohen 80%. Erhält ein Noma-Opfer aber rechtzeitig fachgerechte Hilfe, so liegt die Überlebenschance nahe bei 100%.