Archiv 2010

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Kurz-Information über die jährliche Generalversammlung 2010 der Internationalen NoNoma Föderation

Vom 1. bis 2. Oktober trafen wir in Genf die verschiedenen Mitglieds-Organisationen der Internationalen NoNoma Föderation zur Generalversammlung sowie zum Informations- und Gedankenaustausch.

Viele Projekt-Ideen werden jeweils an diesem wichtigen Anlass besprochen und regelmässig neue Kooperations-Projekte zwischen den einzelnen Mitglieds-Organisationen geboren. Die von NOMA-HILFE-SCHWEIZ unterstützten Projekte dieser NoNoma-Mitglieder sind ein gutes Beispiel dafür (siehe dazu auch unser Kapitel "Projekte").

Es sprengt diesen Rahmen hier, wenn wir Ihnen alle Erkenntnisse und Ergebnisse dieser fruchtbaren Treffen erzählen würden. Doch da die Internationale NoNoma-Föderation über eine heikle Frage erstmals eine offizielle Policy gefasst hat, möchten wir Sie darüber offen informieren:

Es geht um AIDS & Noma, oder anders gesagt: Noma wegen HIV-Infektion.
Immer häufiger werden kleine Noma-Patienten, die mit HIV infiziert sind, in die Hilfszentren gebracht.

Eine Heilung wird durch die Immunschwäche massiv erschwert, wenn nicht ganz verunmöglicht. Sogar Erwachsene können neuerdings wegen der HIV-bedingten Immunschwäche von Noma befallen werden. Weil aber die personellen und finanziellen Mittel der NoNoma-Mitglieder sehr beschränkt und auf Noma ausgerichtet sind, können sie sich nicht auch noch eine adäquate, enorm teure Behandlung gegen HIV leisten. Dazu kommt das Risiko der Helferinnen und Helfer, sich bei Operationen oder der Pflege anzustecken!

Folgende Problematik wollten wir deshalb früh genug ansprechen:
- Sollte man nun von jedem Kind einen AIDS-Test machen lassen vor der mediz. Hilfe?
- Sollte eine Triage der Patienten stattfinden, um die Ressourcen optimal einzusetzen? 

Die einstimmige Meinung von uns NoNoma-Mitgliedern ist wie folgt:
Man darf bei Kindern KEINE Triage machen, sondern muss allen bedingungslos helfen, unabhängig von Abstammung, Religion, Vor-Krankheiten, etc.

Alle Chirurgen, Krankenschwestern und Pfleger/innen der diversen Mitglieds-NGOs sind gleicher Meinung. Die Chirurgen testen vor der Operation die Kinder heutzutage bewusst NICHT mehr auf HIV; auch nicht im Falle von Schnittverletzungen der Chirurgen anlässlich der OP, solange diese Schnitte nicht allzu tief sind.

Die offizielle Policy der Internationalen NoNoma Föderation ist somit:
Bedingungslose Hilfe für alle Noma-Opfer!

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Aufbau eines Kinderspitals und NOMA-Centers in Guinea-Bissau, Westafrika

Die Baupläne sind fertiggestellt: Sie finden diese unter:
http://www.noma-hilfe.ch/projekte/guinea-bissau/

Noch mehr gute Nachrichten aus Guinea-Bissau:

Der Rektor der medizinischen Universität (Dr. Abulai Biai) und der Direktor der Nationalen Gesundheitsschule (Dr. Maram Mané) teilten uns mit, dass Noma nun ein fester Bestandteil des landesweiten Lehrplans der Ausbildung von Ärzten und des medizinischen Pflegepersonals ist.

Hier gehts zur Seite des Projekts Antenna Guinea-Bissau:
http://www.noma-hilfe.ch/projekte/guinea-bissau/

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Kurzbericht zum Vortrag von Dr. med. Bertrand Piccard in Erlenbach vom 25. März 2010:


Ehrung von Bertrand Piccard mit alt Bundesrat Adolf Ogi, Ellen Ringier und weiteren namhaften Persönlichkeiten am 25. März 2010 in Erlenbach ZH: Sie finden interessante Presseberichte mit Bildern in unserer Rubrik "Presse".

Sein mittlerweile bereits zehnjähriges Engagement gegen Noma, unser eigenes fünfjähriges Bestehen und die seither fruchtbare, freundschaftliche Zusammenarbeit nahmen wir zum Anlass, Dr. med. Bertrand Piccard zu ehren und ihm zuhanden seiner Stiftung "Winds of Hope“ eine Spende zu überreichen.

Die stimmigen Laudatios hielten Gemeindepräsident Ferdy Arnold, alt Bundesrat Adolf Ogi und Ellen Ringier. Zudem wurden Würdigungen und Statements von Bundesrat Moritz Leuenberger, Regierungsrat Ernst Stocker und dem Kabarettist Emil Steinberger überbracht.

Bertrand Piccard faszinierte anschliessend die ca. 400 Zuhörerinnen und Zuhörer mit einem umfassenden, bebilderten Referat über seinen Breitling-Orbiter-Ballon-Weltrekordflug, sein Engagement gegen Noma sowie sein spektakuläres Projekt Solar Impulse. Er gab dem Publikum viele interessante Hintergrundinformationen, aber auch manche Gedankenanstösse, die sicher lange nachwirken werden.

Der Anlass war öffentlich und unentgeltlich, die von den Fussballerinnen des FC Herrliberg durchgeführte Saalkollekte brachte eine reiche Bescherung: zusammen mit den Sponsorgeldern knapp SFr. 14'000.--! Nicht nur deshalb mundete das anschliessende gemeinsame Abendessen mit Gönnern, Mitgliedern, Freunden und Familien ausgezeichnet.

Als sympathische Überraschung brachte Bertrand einige Dutzend Exemplare seines neuen Buches zum Nachtessen mit, welche er den Gästen persönlich handsignierte und - symbolisch für die feine gegenseitige Zusammenarbeit - die gesamten Einnahmen feierlich an NOMA-HILFE-SCHWEIZ übergab!

Wir wünschen Michèle und Bertrand Piccard weiterhin viel Kraft und Erfolg in ihrem selbstlosen Einsatz gegen Noma und danken ganz herzlich für ihren Besuch bei NOMA-HILFE-SCHWEIZ und den fesselnden Vortrag!